Vorraussetzungen für die Hundehaltung

Sie fragen sich vielleicht, warum ich selber keinen Hund halte, wenn ich mich doch so leidenschaftlich für die tierischen Wesen begeistere? Die Antwort ist: Ich werde sicher bald einen eigenen Vierfüßler haben. Hier zähle ich die für mich relevanten Voraussetzungen auf, die erstmal geschaffen werden müssen:

  1. In der Mietwohnung muss der Hund erlaubt sein. Wie schwer es ist in München eine Wohnung zu finden, muss ich nicht erzählen, aber dann noch mit einem Hund – das ist fast unmöglich! Meine alten Vermieter erlaubten nur den Besuch von Hunden, nicht die Haltung. Doch nach langer Suche habe ich eine Wohnung gefunden, die Hundehaltung prinzipiell erlaubt. Ein Tipp ist die GEWOFAG.
    Welpen müssen häufig raus, gerade in der Phase, wenn sie noch nicht stubenrein sind. Dann ist es schon praktischer, wenn der Weg ins Freie kurz ist. Außerdem ist die Einwilligung der Nachbarn nicht zu unterschätzen. Diese sollten vorab informiert werden, damit diese nicht mit dem neuen Hausbewohner überrascht werden.
  2. Die Kosten für den Hund müssen kalkuliert sein. Neben den Anschaffungskosten (Züchter oder Tierheim) kostet ein Hund Unterhalt. Da kommt das Essen dazu, der Schlafplatz, die Hundeschule, der Hundesport, die Hundesteuer, die Haftpflichtversicherung, Reinigungskosten, Tierarztbesuche, das Hundespielzeug, Leckerlies, Kauknochen, Bürsten, die Leine und das Halsband, Spielzeug etc. Ich rechne zwischen 1.000 bis max. 2.500 Euro im Jahr.
  3. Der Chef/Geschäftspartner/Kollege/Vermieter muss einverstanden sein, dass der Hund mit ins Büro kommt. Es hat Vor- und Nachteile für Kollegen bzw. Geschäftspartner und für einen selbst, wenn ein Hund den Arbeitsalltag mit einem teilt. Ein Hund kann bellen, wenn jemand das Büro betritt. Das kann für unnötige Angst, Stress und Unruhe sorgen. Da gilt es das dem Hund sofort und konsequent abzugewöhnen z. B., indem man den Raum an der Türe für sich beansprucht (hier gibt es ein Video mit Tipps, dem Hund das Bellen an der Tür abzugewöhnen). Wer gerne zum Mittagstisch in ein Restaurant geht, wird die Auswahl einschränken müssen, da nicht jedes Restaurant Hunde erlaubt. Das kann die Kollegen verärgern, die sich dadurch eventuell auch einschränken müssen. Auch muss in der Mittagszeit ein kurzer Spaziergang eingeplant werden. Arbeitet man sehr lange, wird der Hund womöglich protestieren, wenn sein Programm zu kurz kommt.
    Den natürlichen Geruch findet vielleicht auch nicht jeder dufte, sowie Hundehaare auf der Kleidung. Und wer passt auf den Hund auf, wenn man ein Kundenmeeting hat? Auf der anderen Seite verbessert die Vierpfote die Arbeitsatmosphäre. Es sorgt durch sein Wedeln und sein Anstupsen für ein Lächeln auf den sonst so angespannten Gesichtern und lindert dadurch nachgewiesen Arbeitsstress. Und anscheinend sorgt er auch dafür, »psychischer Überlastung am Arbeitsplatz entgegenzuwirken«, laut Markus Beyer, Vorsitzender des Bundesverband Bürohund (BVBH). Ich denke, um einen Hund mit auf die Arbeit zu nehmen, bedarf es im Vorfeld eines Regelplanes, der von allen Beteiligten erstellt wird.

Bei mir ist alles abgehakt, es kann losgehen … !

Welche Hunderasse passt zu mir?

Auf der Suche nach dem richtigen Hund für mich, habe ich mir u.a. das Buch von Cesar Millan gekauft. Ich teile die meisten seiner Ansichten bezüglich dem Umgang zwischen Mensch und Hund. Hier möchte ich eine Zusammenfassung aufführen über die für mich wichtigsten Punkte aus seinem Buch »Welcher Hund passt zu uns? Ein Beziehungsratgeber für Familie und Hund. Cesar Millan mit Melissa Jo Peltier. Goldmann Verlag.«

Welcher Hund passt zu uns von Cesar Millan

Eine Sache vorweg, die ich mir für jeden Hund wünsche ist, dass sein Halter sich mit dem Thema Hund vorab intensiv auseinandergesetzt hat.

  • Stellen Sie sich folgende Fragen und seien Sie 100% ehrlich zu sich selbst: „Wie lauten die wahren Gründe für Ihren Wunsch, einen Hund in Ihre Leben zu holen? Liegt die ganze Familie/das enge Umfeld hinsichtlich des Hundewunschs auf der selben Wellenlänge? Ist sich die Familie/das engere Umfeld der ausgesprochen realen Pflichten und der finanziellen Belastungen bewusst, die ein Hund mit sich bringt? Sind alle bereit, zusammen zu helfen und dem Tier sowohl Führung als auch Zuneigung zu geben?“1 
  • Achten Sie bei der Wahl des Hundes auf ein gemeinsames Energieniveau. Hunderassen bringen rassenspezifische Voraussetzungen mit – ein Windhund hat mehr Energie als ein Mops – dennoch unterscheiden sich die Energieniveaus in einem Wurf. Werden Sie sich darüber bewusst, welches Energieniveau Sie und Ihr Leben mit sich bringen und suchen Sie ein Äqui­va­lentes.
  • Grundsätzlich sollte sich jeder einem bewußt werden. Ein Hund ist kein Mensch. Er denkt nicht wie Menschen. Er fühlt nicht wie Menschen. Und er versteht unsere gesprochene Sprache nur bedingt. Er versteht aber dafür unsere Körpersprache und spührt unsere Energie.
  • Informieren Sie sich ausgiebig über die Hunderasse, für die Sie sich entschieden haben. Ebenso bei Mischlingen – welche Rassen stecken in ihm? Reden Sie mit dem Züchter oder dem Tierheimmitarbeiter. Wird verstanden, zu welchen Aufgaben der Hund gezüchtet worden ist, kann auf seine Bedürfnisse eingegangen werden und ärgerlichen Situationen im Vorfeld vorgebeugt werden. Mir fällt dabei das Beispiel vom Border Collie ein, eine hübsche Rasse, bei Familien deswegen beliebt, aber auch unterschätzt. Es handelt sich dabei um einen Hütehund, mit einem hohen bis sehr hohen Energieniveau, der eine Aufgabe braucht. Bei nicht artgerechter Haltung versteht er die Kinder als Schafherde, die er zusammenhalten muss – typisch für die Rasse mit kleinen Bissen und umrunden.

Nach einigen durchgemachten Tests auf diversen Webseiten, schreibe ich hier eine Liste zusammen, mit Fragebögen, dich ich als gut empfunden habe: Hundeseite: Welcher Hund passt zu mir? oder dieser Test: Dog-Magazin: Welcher Hunde passt zu mir?

Quellenangabe: 1Millan, Cesar / Peltier, Melissa JO: Welcher Hund passt zu uns? Ein Beziehungsratgeber für Familie und Hund. München3 2012, S. 21-23

Und immer weiß ich noch nicht, welchen Hund ich mir wünsche bzw. welche Rasse Hund zu mir passt. Mittlerweile hatte ich ein paar Träume von einem Labrador, einem weißen Schäferhund und einem Shar-Pei/American-Staffordshire-Mix. Ist es einer davon? Staffordshire Terrier finde ich interessant aufgrund von der starken Ausstrahlung, doch leider musste ich bei meiner Recherche feststellen, dass gewisse Rassen in Bayern Listenhunde der Kategorie I sind, und verboten sind! Ich finde das allgemeine Verbot eine Frechheit, weil nicht der Hund von sich aus, sondern die Hundehaltung aggressives Verhalten bestimmt. Also unbedingt prüfen, ob der Hund im eigenen Bundesland erlauft ist.

Auch ein tolles Buch mit sehr vielen Hunderassen, dass ich empfehlen kann ist
»400 Hunderassen von A-Z« von Gabriele Lehari

400 Hunderassen