Der Whippet

Ein Whippet, ein kleiner englischer Windhund, blitz schnell, geschmeidig, anmutig, sanftmütig und anhänglich. Wenn ein fremder Whippet neugierig nach mir schnüffelt, erinnert er mich an ein elfenhaftes Zauberwesen. Sie wirken auf mich in Momenten der Entspannung, als wären sie von Grund auf in sich ruhend. Schaltet sich aber der Jagdmodus ein, sind sie kleine Düsenjets, mit einer Geschwindigkeit von 0 auf 50-60 km/h und leider von nichts mehr aufzuhalten.

Man sagt ihnen nach, dass sie sensible willensstarke Hunde sind. Laut Originalstandard ist der Whippet ein sportlicher mit Muskelkraft ausgestatteter Hund, der aber trotzdem eine elegante Anmutung hat. „Der Rassestandard der FCI beschreibt den Whippet als freundlichen, anhänglichen und ausgeglichen Hund, der ein idealer Begleiter ist. Er soll sowohl in häuslicher als auch in sportlicher Umgebung in hohem Maße anpassungsfähig sein.“1

Ursprünglich gezüchtet im 19. Jahrhundert von englischen Bergleuten zur Jagd auf Kaninchen, weitergezüchtet von Landadeligen und mittleren Militärchargen zu leistungsfähigen und dennoch eleganten, ansprechenden Jagdhunden, wird der Whippet heute hauptsächlich als Begleit- und Familienhund gehalten. Doch er ist und bleibt ein Sichtjäger, was bedeutet, der Whippet ist ein Hetzhund, der bei einem dementsprechenden Reiz (Eichhörnchen, Katze, Vogel, Hase etc. auf Sicht) blitzschnell auf und davon sein kann und wenn er die Beute zu fassen bekommt, sieht es mit deren Überlebenschance nicht gut aus. Daher ist es äußerst wichtig, die Umgebung im Auge zu behalten und den Whippet nur in einem gesicherten Gelände von der Leine zu lassen. Vor der Anschaffung eines solchen Hundes, sollte die Umgebung nach passenden Auslaufmöglichkeiten gescannt werden. Im Internet liest man den ein oder anderen Bericht, dass der Whippet ein unkontrollierbarer Vollblutjäger sei – nach persönlichen Gesprächen mit Whippet-Besitzern ist das alles machbar und sollte nicht abschrecken. Es wurde mir eher versichert, dass der Whippet einer der Liebevollsten und Verschmusesten unter den Hunden sei.

Ein großes Thema beim Whippet ist der Bewegungsdrang und wie man diesem gerecht werden kann. Hundesportarten wie Agility passen gut zu seinem Temperament. Es ist ein Sport, der auf Beweglichkeit und Schnelligkeit ausgelegt ist. Von Hunderennen bieten auch in gewisser Weise eine Möglichkeit zum auspowern. Auch ein zweiter Renngefährte ist sicherlich eine gute Wahl.

Im Durchschnitt laut einer Studie 2010 werden Whippets 12,8 Jahre alt.2 

Steckbrief Whippet
Ursprung Großbritannien
Höhe Rüde 47–51 cm
Hündin 44–47 cm
FCI-Standard Gruppe 10 Gruppe 10: Windhunde
Ohne Arbeitsprüfung
Sektion 3 kurzhaarige Windhunde

Welche Hunderasse passt zu mir?

Auf der Suche nach dem richtigen Hund für mich, habe ich mir u.a. das Buch von Cesar Millan gekauft. Ich teile die meisten seiner Ansichten bezüglich dem Umgang zwischen Mensch und Hund. Hier möchte ich eine Zusammenfassung aufführen über die für mich wichtigsten Punkte aus seinem Buch »Welcher Hund passt zu uns? Ein Beziehungsratgeber für Familie und Hund. Cesar Millan mit Melissa Jo Peltier. Goldmann Verlag.«

Welcher Hund passt zu uns von Cesar Millan

Eine Sache vorweg, die ich mir für jeden Hund wünsche ist, dass sein Halter sich mit dem Thema Hund vorab intensiv auseinandergesetzt hat.

  • Stellen Sie sich folgende Fragen und seien Sie 100% ehrlich zu sich selbst: „Wie lauten die wahren Gründe für Ihren Wunsch, einen Hund in Ihre Leben zu holen? Liegt die ganze Familie/das enge Umfeld hinsichtlich des Hundewunschs auf der selben Wellenlänge? Ist sich die Familie/das engere Umfeld der ausgesprochen realen Pflichten und der finanziellen Belastungen bewusst, die ein Hund mit sich bringt? Sind alle bereit, zusammen zu helfen und dem Tier sowohl Führung als auch Zuneigung zu geben?“1 
  • Achten Sie bei der Wahl des Hundes auf ein gemeinsames Energieniveau. Hunderassen bringen rassenspezifische Voraussetzungen mit – ein Windhund hat mehr Energie als ein Mops – dennoch unterscheiden sich die Energieniveaus in einem Wurf. Werden Sie sich darüber bewusst, welches Energieniveau Sie und Ihr Leben mit sich bringen und suchen Sie ein Äqui­va­lentes.
  • Grundsätzlich sollte sich jeder einem bewußt werden. Ein Hund ist kein Mensch. Er denkt nicht wie Menschen. Er fühlt nicht wie Menschen. Und er versteht unsere gesprochene Sprache nur bedingt. Er versteht aber dafür unsere Körpersprache und spührt unsere Energie.
  • Informieren Sie sich ausgiebig über die Hunderasse, für die Sie sich entschieden haben. Ebenso bei Mischlingen – welche Rassen stecken in ihm? Reden Sie mit dem Züchter oder dem Tierheimmitarbeiter. Wird verstanden, zu welchen Aufgaben der Hund gezüchtet worden ist, kann auf seine Bedürfnisse eingegangen werden und ärgerlichen Situationen im Vorfeld vorgebeugt werden. Mir fällt dabei das Beispiel vom Border Collie ein, eine hübsche Rasse, bei Familien deswegen beliebt, aber auch unterschätzt. Es handelt sich dabei um einen Hütehund, mit einem hohen bis sehr hohen Energieniveau, der eine Aufgabe braucht. Bei nicht artgerechter Haltung versteht er die Kinder als Schafherde, die er zusammenhalten muss – typisch für die Rasse mit kleinen Bissen und umrunden.

Nach einigen durchgemachten Tests auf diversen Webseiten, schreibe ich hier eine Liste zusammen, mit Fragebögen, dich ich als gut empfunden habe: Hundeseite: Welcher Hund passt zu mir? oder dieser Test: Dog-Magazin: Welcher Hunde passt zu mir?

Quellenangabe: 1Millan, Cesar / Peltier, Melissa JO: Welcher Hund passt zu uns? Ein Beziehungsratgeber für Familie und Hund. München3 2012, S. 21-23

Und immer weiß ich noch nicht, welchen Hund ich mir wünsche bzw. welche Rasse Hund zu mir passt. Mittlerweile hatte ich ein paar Träume von einem Labrador, einem weißen Schäferhund und einem Shar-Pei/American-Staffordshire-Mix. Ist es einer davon? Staffordshire Terrier finde ich interessant aufgrund von der starken Ausstrahlung, doch leider musste ich bei meiner Recherche feststellen, dass gewisse Rassen in Bayern Listenhunde der Kategorie I sind, und verboten sind! Ich finde das allgemeine Verbot eine Frechheit, weil nicht der Hund von sich aus, sondern die Hundehaltung aggressives Verhalten bestimmt. Also unbedingt prüfen, ob der Hund im eigenen Bundesland erlauft ist.

Auch ein tolles Buch mit sehr vielen Hunderassen, dass ich empfehlen kann ist
»400 Hunderassen von A-Z« von Gabriele Lehari

400 Hunderassen